Capsule Wardrobe Part I

My Capsule Wardrobe

Capsule Wardrobe kommt!!! Ihr Lieben, ich muss ausnahmsweise etwas unüberlegt, bzw. ungeplant losschreiben, weil ich eben meinen Kleiderschrank so extrem ausgemistet habe wie noch nie zuvor. Doch eins nach dem anderen.

Die Capsule Wardrobe

Eine meiner internationalen Lieblingsbloggerinnen, Anna von viviannadoesmakeup (hierzu bald mehr in einem extra Beitrag) macht seit ein paar Monaten ein „Experiment“ und zwar die Capsule Wardrobe. Frei übersetzt bedeutet das, eine „minimalistische Garderobe“. Ziel des Ganzen ist, sich von den vielen Klamotten, welche man zwar im Schrank hat, aber doch nie anzieht zu befreien. Ziel ist es mehr Zeit für wichtigere Dinge, als die allmorgendliche Frage „was ziehe ich heute an“ zu haben. Beim schreiben dieser Zeilen schwanke ich zwischen schmunzeln und Stirn runzeln, da ich es einerseits belustigend finde, mit welchen „Problemen“ sich viele Frauen rumschlagen, andererseits aber das Wort Problem in diesem Kontext eigentlich völlig deplatziert ist, bedenkt man die vielen richtigen Probleme, welche es in dieser Welt gibt. Ganz zu schweigen von den Problemen, welche die Menschen haben, die eben diese Klamotten, über die wir uns täglich Gedanken machen produzieren. Ich vermute aber, dass wir diese Ungerechtigkeit  vorerst nicht ändern werden. Eine Möglichkeit besteht darin, bewusster zu konsumieren und sich mehr Gedanken darüber zu machen was man wirklich „braucht“ bzw. sich wirklich wünscht und was nur ein kurzes Hirngespinst ist.

Capsule Wardrobe Part I Neele justafewthings

Als ich bei Anna von der Capsule Wardrobe gelesen habe, war ich deshalb sehr gespannt, was sich dahinter verbirgt. Wie gesagt, ist die Idee, sich auf wenige Kleidungsstücke zu beschränken. Entwickelt wurde dieses „Konzept“ von Caroline vom Blog unfancy. Leider ruht dieser Blog momentan. Sie hatte die Idee sich auf insgesamt 37 Kleidungsstücke zu beschränken und diese miteinander zu kombinieren. Die Auswahl der Kleidung wechselt alle 3 Monate. Man hat also eine Frühlings-, Sommer-, Herbst-, und Winterkollektion. Zu den 37 Kleidungsstücken zählen nicht: Unterwäsche, Socken, Sportsachen, Homeware und Schuhe. Wer in einem Bereich tätig ist, wo ein strenger Dresscode gilt, muss auch diese Kleidung nicht mit einberechnen.

capsule wardrobe neele justafewthings
Grafik1Das große Aussortieren beginnt

Als ich heute Nachmittag vor meinem Schrank stand erschien es mir noch unmöglich mich auf so wenige Kleidungsstücke zu beschränken. Ich kann euch schon mal sagen, es sind am Ende 50 Stücke geworden und das Aussortieren war wahnsinnig befreiend. Ich hatte ein ähnliches Gefühl wie bei unserem Umzug vor einem halben Jahr. Mein Freund und ich haben so viel ausgemistet wie nie zuvor. Das war zum einen sehr erschreckend, weil man so unglaublich viele Dinge besitzt und jahrelang mit sich herumschleppt die man nicht braucht. Zum anderen war es aber sehr entlastend, ich sage nur Feng Shui. In der neuen Wohnung haben wir jetzt wirklich (fast) nur noch Dinge, die wir auch wirklich benutzten. Ausgenommen Erinnerungsstücke, von denen ich mich manchmal einfach nicht trennen kann.

Ziel der Capsule Wardrobe Aktion ist im ersten Schritt, den Schrank nach Kleidung zu sortieren, bei welcher man SPONTAN sagt, das ziehe ich super gerne an und darin fühle ich mich momentan wohl. Spontan ist hierbei das entscheidende Stichwort. Wahrscheinlich kennt jeder das lange Überlegen und die Rechtfertigungsversuche, warum man bestimmte Dinge doch lieber noch mal behalten sollte…

Ich kann mich nur wiederholen, wahrscheinlich nervt es so langsam, aber ich fand es wieder erschreckend, als ich vor diesem riesigen Berg Klamotten stand (teilweise mit Etikett und keine 2 Monate alt), welche ich einfach nicht trage. Um den ersten Schritt nicht zu krass zu gestalten, habe ich diesen Berg aber nicht komplett entsorgt, bzw. verschenkt, sondern habe alles in Kisten in einer Hälfte meines Schrankes verstaut.

Capsule Wardrobe Part I Neele justafewthings

Beim Anblick meines Schrankes fühle ich mich wahnsinnig gut, und freue mich schon total auf die morgendliche Zeitersparnis. Sollte ich ein Teil doch mal schmerzlich vermissen, weiß ich ja, wo es ist. Ich befürchte allerdings, dass dieser Fall nicht eintreten wird…

Beim schreiben habe ich gemerkt, dass ich aus diesem „Projekt“ besser eine Serie machen werde, sonst lest ihr euch noch dumm und dämlich 😉 Am Donnerstag geht es deshalb weiter mit meinem Capsule Wardrobe Bericht

LesetipHier werden 7 Capsule Wardrobe Blogger vorgestellt!!

Mich würde aber schon mal interessieren, was ihr von dem Projekt haltet und ob ihr etwas ähnliches schon einmal selbst probiert habt?

  • Kommentare ( 13 )

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    Nina

    oh, ich liebe viviannadoesmakeup und mich hat ihre Idee auch total fasziniert. Habe mich auch schon ans ausmisten begeben, aber wirklich einfach ist es wirklich nicht! liebe grüße, Nina von najsattityd.de

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      Neele

      Liebe Nina, oh schön, dass du Anna auch so toll findest 😉 Ich finde besonders ihre Videos toll und freue mich jede Woche auf das nächste. Diese Capsule Wardobe Geschichte macht echt Spaß, vielleicht klappt es ja damit besser. Ganz liebe Grüße aus Freiburg, Neele

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    Lena

    Tatsächlich ein totales firstworlproblem (das finde ich für solche sahen immer das passende wort)
    Ich habe lustigerweise (ganz ohne das konzept caspule wardrobe zu kennen, welches super interessant klingt – 37 teile sind mir leider auch irgendwie zu wenig 🙂 ) am wochenende auch angefangen auszumisten – radikaler als jemals zuvor, denn ich fühle mich durch den ganzen kram den ich habe irgenwie belastet (klingt komisch, ist aber so)… ich habe einen der beiden (ohje) Schränke geschafft und tatsächlich nicht spontan entschieden sondern etwas überlegt und gerechtfertigt…allerdings geben ich alles was weg geht, auch weg (die Flüchtlinge können es besser gebrauchen) … freue mich auf teil 2 des Artikels ….lass uns bitte nicht zu lange darauf warten 🙂

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      Neele

      Ja, das ist wirklich ein Firstworldproblem… Zwei Schränke?! Na gut, ich muss vermutlich nichts sagen 😉 Ich finde es auch sehr befreiend, sich ab und zu von ein paar Sachen zu trennen und in der Tat können es viele Menschen dringender brauchen als wir.

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        Lena

        ja, 2 Schränke – bzw. eher 1,5 – der Dom will seine Sachen ja auch irgendwo verstauen …. 🙂

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    Larissa

    Für eine gute Capsule Basis empfehle ich die Basics von Anine Bing, bin ein grosser Fan. Ich selbst „miste“ regelmässig sehr hart aus. Leider ist niemand vor Fehlkäufen gefeit. Aber gute Brands kann man noch sehr gut bei Rebelle oder Vestiaire verkaufen. Das minimiert auch den finanziellen „Verlust“ ein wenig. Ich empfinde das auch als Befreiung und habe es nie bereut! Spread the word Nele!

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      Neele

      Liebe Larissa, ich freue mich sehr von dir zu lesen! 🙂 Anine Bing kenne ich, der Blog ist ja auch großartig. Die Basics muss ich mir mal anschauen 😉 Ich verkaufe auch viel bei eBay, wenn ich nicht mal wieder zu faul bin… Bis bald, ganz liebe Grüße, Neele

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    Patricia Sophie

    Liebe Neele, ich finde deinen Blog soo, soo inspirierend! Und dein Challenge sowieso. Momentan ploppen ja ganz viele Capsule Wardrobe Challenges auf und ich muss sagen, das finde ich echt super. Ich habe bereits im letzten Jahr Anfang Mai mit meiner ganz eigenen Experiment angefangen. Ich habe absolut nichts geshoppt bis Ende Dezember. War super hart, aber wirklich erleuchtend. In dieser Zeit habe ich meinen Kleiderschrank ausgemistet (ich bin immer noch dabei, ab und an Teile auszusortieren, fühlt sich einfach so erfrischend an 🙂 ) und nun im neuen Jahr mache ich mir Gedanken darüber, wer ich bin, wie ich dies mit meinem Stil ausdrücken kann und was überhaupt mein Stil ist. Denn mir ist aufgefallen, dass mir in meinem Kleiderschrank wichtige Basics einfach fehlen. Und ein Tipp von mir ist nun, so spezifisch wie möglich die Dinge zu visualisieren, die man sich wünscht. Oder die eben noch fehlen. Denn viel zu oft geht man in die Stadt bummelt und findet Zeug, dass man nicht braucht. Man kennt es, dass wenn man etwas bestimmtes sucht, nie etwas passendes dabei ist. Und das ist eigentlich richtig super, denn dann hat man eine genaue Vorstellung vor Augen was man möchte und sucht so lange bis das gewünschte Teil endlich in den Läden ist. Kann natürlich manchmal lange dauern, ist trotzdem besser als sich 3 andere Teile zu holen die annähernd perfekt sind anstatt zu warten auf eben jenes perfekte Teil. Da ich persönlich aber nie mit 37 Teilen auskommen würde (glaube ich zumindest) und auch zwischen den Monaten nicht so viel shoppen möchte, habe ich beschlossen meine ganz eigene Wardrobe Challenge ins Leben zu rufen. Diese ist eben etwas mehr auf mich zugeschnitten, etwas persönlicher und vielleicht sogar härter. Aber mal sehen wie ich mich schlagen werde.

    PS: Oh ein ganz wichtiger Punkt über den ich auch auf meinem Blog philosophiere ist, die eigene Farbpalette für den Kleiderschrank. Denn ich finde es ist momentan so viel einfacher einfache Basics, Key-Pieces und hübsche Accessoires zu shoppen und diese in meinem Kleiderschrank zu integrieren. Früher hatte ich wirklich einen Kunterbunten Haufen, nichts passte zusammen , von Boho bis Romantisch-Elegant war alles vertreten. Und dann muss man sich nicht wundern, dass man morgens nichts im KLeiderschrank findet. Sieht zusammen einfach gruselig aus. Ein kleiner Modeunfall sozusagen. Aber sowas passiert mir mit meiner ganz eigenen Farbpalette zum Glück nicht mehr, mittlerweile passt wirklich alles (zumindest schon einmal farblich) alles zusammen.

    Bisous aus Berlin, deine Patricia
    THEVOGUEVOYAGE by Patricia Sophie

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      Neele

      Liebe Patricia, 1000 Dank erst mal für deine lieben Worte!!! Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen! Ich sehe auch immer noch den Wald vor lauter Bäumen nicht und kaufe so oft spontan irgendwelche Dinge, nur um etwas gekauft zu haben. Ich habe ja schon oft darüber berichtet. Respekt, dass du so lange nichts gekauft hast. Irgendwie schaffe ich das noch nicht, Mode macht mir einfach so viel Spaß. Häufig denke ich aber, wenn ich in meinen Schrank schaue, dennoch dass ich nichts zum anziehen habe. Vermutlich liegt das, wie du ja auch schreibst daran, dass man einfach drauf los kauft, ohne Plan dahinter. Bei mir passt auch sehr vieles nicht zusammen. Die Idee mit dem Farbspektrum finde ich total interessant, das muss ich mir morgen mal durchlesen 🙂 Hoffentlich schaffe ich es auch bald weniger und dafür passendere Sachen zu kaufen… Ganz liebe Grüße aus Freiburg, Neele

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    Annette

    Liebe Neele,
    ich habe heute deinen Blog gefunden. Tolle Bilder, uns super Layout!!!
    Ich mache seit ein paar Monaten so etwas ähnliches wie capsule wardrobe. Ich trage Uniform. Es ist eine tolle Erfahrung!
    Grüße Annette

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      Neele Hofmann

      Oh das hört sich auch spannend an! Da ist natürlich mal was ganz anderes… Liebe Grüße und eine schöne Woche, Neele

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