Modebloggerin aus Freiburg

Welcome back!

Ja, viele haben es kommen sehen, so ganz ohne Blog geht’s dann doch nicht. Wie oft wurde ich in den vergangenen Wochen gefragt, ob mir denn gar nichts fehlen würde? Anfangs verkündete ich noch tollkühn und aus vollster Überzeugung: Nein, wieso? Mir geht es blendend. Das tat es zu diesem Zeitpunkt auch, nur langsam aber sicher schlich sich doch etwas ein.

Doch, mir fehlt etwas

Anfangs konnte ich das Gefühl nicht richtig zuordnen. Woher kam nur diese Unausgeglichenheit? Reichen denn morgendliches Yoga gefolgt von einer Meditation nicht aus, um mich in meiner Mitte zu halten? In dieser Zeit führte ich ein unglaublich gutes Gespräch mit zwei Freunden, welches mir in vielerlei Hinsicht lange in Erinnerung bleiben wird. Ich kann euch nur empfehlen: Sprecht mit euren Freunden! Auch über ernste Themen und Gefühle, solche Gespräche können wirklich sehr, sehr bereichernd sein. In diesem Gespräch fiel es mir dann nämlich wie Schuppen von den Augen. Mir fehlt etwas Eigenes, etwas, dass ich „erschaffe“, worin ich mich ausdrücken und Dinge mit der Welt teilen kann. In meinem Fall ist bzw. war das nun mal der Blog.

Aber kann man etwas bereits aufgegebenes wieder anfangen. Was denken dann „die Anderen“, ist das nicht seltsam? Und sowieso, einfach so schreiben, ohne „Auftraggeber“, einfach so für mich, bzw. (hoffentlich) auch euch?

Die Antwort lautet JA!

Nach dem Gespräch war ich so unglaublich erleichtert. Der eigentliche Grund, weswegen ich justafewthings gestartet hatte war ja, dass ich Lust hatte über Dinge zu schreiben, die mich interessieren. Alles andere kam dann nach und nach und war, ehrlich gesagt, gar nicht mehr das, was ich wirklich wollte.

Bilder von mir machen zu lassen fand ich beispielsweise immer super unangenehm. Sieht man
scheinbar auf den Fotos nicht, war aber so. Ich hatte keinen Blog angefangen, um mich selber zur Schau zu stellen, das gehörte aber dazu und „musste“ sein. Versteht mich nicht falsch, ab und zu ein Schnappschuss für Instagram finde ich super, nur wöchentliche Outfitshootings waren mir einfach zu viel und machten mir überhaupt keinen Spaß.

Genau wie mittlerweile ganz generell das Thema Mode –  unglaublich aber wahr, ich habe mein Interesse daran fast gänzlich verloren. Zumindest was allgemeine Modetrends und Fast Fashion betrifft. Vielmehr interessieren mich nun nachhaltige Ideen, faire Produktionsweisen, die Geschichte hinter den Labels und Ideen, wie man modisch gekleidet sein kann und dennoch möglichst wenig Schaden anrichtet. Über Trends habe ich zwar lange und gerne berichtet, aber selber getragen habe ich sie eigentlich nie und wenn, dann kam ich mir immer etwas verkleidet vor.

Ein Neubeginn

Vielleicht liegt es daran, dass ich älter geworden bin, vielleicht an der allgemeinen Entwicklung und dem wachsenden Bewusstsein auf der Welt, vielleicht an meiner täglichen Yoga Praxis. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich hier ab sofort nur noch über das Schreiben werde, was mich momentan interessiert und beschäftigt und Produkte vorstellen werde, die ich persönlich absolut empfehlen kann. Das habe ich in der Vergangenheit zwar auch getan, aber mit einem ganz anderen Fokus. Dieser hat sich innerhalb eines Jahres nahezu komplett verändert. Ich selber schaue manchmal in den Spiegel und wundere mich, was für eine Veränderung in und mit mir von statten geht.

Mal sehen wohin die Reise noch geht. Auf jeden Fall freue ich mich so sehr „zurück“ zu sein und hoffe genau so sehr, dass ihr weiterhin dabei seid und euch auch das neue justafewthings begeistern und inspirieren wird. Das wäre wirklich schön.

  • Kommentare ( 2 )

  • avatar
    Vanessa

    Hi Neele,

    schön, dass du wieder schreibst, ich hab´s vermisst!
    Als ich deine Zeilen „Und sowieso, einfach so schreiben, ohne „Auftraggeber“, einfach so für mich, bzw. (hoffentlich) auch euch?“ las, dachte ich sofort „Ja, NATÜRLICH!!!“. Es lässt dein Herz springen und macht dich happy, wie du schreibst, allein das reicht doch, um es zu machen.

    Ich kenne keine Zahlen, bzw. weiß gar nicht, ob welche existieren, aber die meisten Blogs sind nicht-kommerziell – einige wären es sicher gern, aber ihnen fehlt die Reichweite, andere wollen es gar nicht – so wie du jetzt. Und die haben trotzdem viele Leser, die sich an den Inhalten erfreuen.

    Ich habe keinen kommerziellen Faktor in meinem Blog und arbeite darauf auch gar nicht hin. Ich kann viele Aspekte, die du in diesem Zusammenhang aufzeigst, nachvollziehen. Selbst wenn keiner außer meine Wenigkeit meinen Blog lesen würde, wäre ich trotzdem jedes Mal total stolz, wenn ein Beitrag auf dem Blog steht. So ist es immer noch. und so hat es schließlich angefangen – das ist auch noch gar nicht lange her. Wenn dann auch noch Menschen auf meinen Blog kommen und ihre Gedanken dalassen oder einfach lesen, dann ist das das absolut Beste. Dieser Schaffensprozess, der dir auch so fehlte, den kann ich 100 % nachempfinden. DAS war meine Motivation, um den Blog zu starten. Wir sind Kreaturen, also sind wir, weil und wenn wir kreieren und erschaffen. Und bei uns Schreiberlingen sind es eben Worte und Texte, die wir in die Welt bringen.

    Ich freue mich, dass du wieder da bist und deine Texte mit uns teilst 🙂
    Liebste Grüße,
    Vanessa

    • avatar
      Neele Hofmann

      OH wie lieb!!! Ich danke dir; Vanessa!!! Das tut wirklich gut zu hören. Genau so sehe ich es auch. 🙂 Viele liebe Grüße aus Freiburg, Neele

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