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Mauritius, du hast mich verzaubert

Ihr Lieben, wer mir bei Instagram folgt hat es bestimmt schon gesehen und war ggf. „live“ dabei, wir hatten zwei wunderschöne Wochen im paradiesischen Mauritius. Was wir alles erlebt haben lest ihr hier.

Zwei Wochen im Paradies

Wir waren insgesamt zwei Wochen auf Mauritius. Anders als in unseren bisherigen Urlauben, sind wir diesmal nicht rumgereist, sondern waren zwei Wochen an einem Ort und in einem Hotel. Ich bin im Nachhinein sehr froh darüber, denn zum einen war es die ersten drei Tage sehr regnerisch, sodass wir froh waren über ein schönes Hotel. Zum anderen war es auch mal super entspannend eine „Home Base“ zu haben, und jeden Abend zu wissen, wo man schläft, nicht umziehen zu müssen und sich so richtig „einzunisten“.


Wir haben die zwei Wochen im Radisson Blu Azuri im Nordosten der Insel verbracht. Das Hotel war super, super schön. Ich habe noch nirgends so nettes, zuvorkommendes und herzliches Personal erlebt. Das Essen war der Hammer, es gab u.a. jeden Morgen Waffeln (eines meiner Lieblingsessen) und auch die Anlage war tip top! Das Hotel verfügt außerdem über ein sehr schönes Spa, was wir sehr genossen haben, denn wie gesagt, hat es die ersten drei Tage nur geregnet. Vor dem Urlaub war ich gar kein Sauna oder Spa Fan, hatte ehrlich gesagt, noch nie eines betreten. Jetzt bin ich ein riesen Hamam Fan und habe schon geschaut, wo es hier eins gibt.

Ich kann das Hotel insgesamt nur empfehlen, wir überlegen gerade schon, ob wir nächstes Jahr wieder kommen.

Was gibt es zu erleben?

Auf Mauritius kann man super viel unternehmen. So viel, dass wir gar nicht alles machen konnten. Wir haben vor allem den Osten und den Westen erkundet. Im Osten ist es etwas windiger, im Westen, so war zumindest unser Eindruck, das Wetter etwas beständiger.

Außerdem sind im Westen die schönsten Strände. Wir sind also jeden Tag in unseren Mietwagen gestiegen (ACHTUNG, es herrscht Linksverkehr) und sind über die Insel gedüst. Einen Mietwagen zu nehmen kann ich nur empfehlen, denn es gibt sooo viel zu sehen.

reisetipps maurtius botanischer Garten

Das Land ist wunderschön. Alles ist ganz grün und saftig. Dass das so ist liegt natürlich auch am vielen Regen. Mauritius ist subtropisch und einmal am Tag ist Regen völlig normal. Nach den Fluten der ersten Tage hat uns das aber überhaupt nicht mehr gestört.

Am besten haben uns die Stränden rund um Grand Baie und der Strand von Trou Aux Biches gefallen. Da Mauritius von einem riesigen Riff umgeben ist, gibt es, außer an einer Stelle im Süden, keine Wellen. Das Meer gleicht deshalb einer großen Badewanne. Für mich als Schisshase vor dem Meer, einfach nur perfekt.

Wir haben die Ruhe des Ozeans dann gleich zum Anlass genommen, um Schnorcheln zu gehen. Ich bin kein Schnorchel Experte, aber für Anfänger eigenen sich die Strände auf Mauritius auf jeden Fall.

Wer seetauglich ist kann außerdem super viele Ausflüge zu den kleinen Nachbarinseln von Mauritius unternehmen. Die Touren werden einem überall am Strand angeboten.
Wir haben einen Ausflug auf eigene Faust unternommen. Da uns beiden auf Booten schnell schlecht wird, haben wir uns für die am nächstgelegene Insel entschieden. Man erreicht sie mit einem kleinen Speedboot. Es lohnt sich auf jeden Fall die Inse, Ile aux Cerfs zu besuchen. Abseits des Touri Trubels an der Anlegestelle gibt es sehr schöne Buchten, auch hier kann man super Schnorcheln.

Wenn man keine Lust mehr auf Strand hat, kann ich euch auf jeden Fall einen der kleinen Nationalparks oder Museen empfehlen. Wir waren im Botanischen Garten von Pamplemousses, haben eine Wanderung durch einen Regenwald gemacht und uns eine alte, zum Museum umgebaute, Kolonialvilla angeschaut. Alles super interessant und sehr empfehlenswert.

Ein ganz besonderer Zauber

Mehr als die Strände, die unfassbar schöne Natur oder das super leckere Essen, haben mich aber die Menschen auf Mauritius begeistert. Mir war ehrlich gesagt nicht bewusst, dass die Bevölkerung dort ursprünglich indisch stämmig war und die am weit verbreitetste Religion der Hinduismu ist. Die  Kolonialmacht England hatte im 19. Jahrhundert indische Gastarbeiter ins Land geholt, welche sich dort niederließen und geblieben sind.

Ich selbst war noch nie in Asien, aber für mich sieht Mauritius in weiten Teilen asiatisch aus. Es gleicht einer Mischung aus Thailand und Indien. Sehr viele Frauen tragen Saris und die typischen Punkte auf der Stirn. Mauritius ist der zweit reichste Staat Afrikas, für unsere Verhältnisse sind viele Menschen aber dennoch bitter arm.

Wir haben viele Frauen gesehen, die ihre Wäsche in Flüssen waschen. Für uns Touristen sicherlich sehr idyllisch und schön anzusehen, für die Menschen aber ein Ausdruck ihrer Armut. Am erstaunlichsten war für mich jedoch, wie nett sie zugleich sind. Wirklich jeder lächelt einen an. Autofahrern wird zu gewunken. Man sieht fast kein böses, oder grummeliges Gesicht, alle wirken entspannt oder zumindest gelassen.

Wie viel können wir von diesen Menschen lernen? Meine erste Lektion habe ich während unserer drei Regentagen gelernt. Als ich mich gerade mega aufregt habe, wie es denn sein kann, dass ICH jetzt hier im Regen sitze und wie doof doch alles ist, wurde mir bewusst, wie verdammt gut es mir geht. Mein derzeit einziges Problem war der Regen. Rund um mich herum lebten Menschen in Häusern mit Blechdächern und wuschen ihre Wäsche in Flüssen. Gehts eigentlich noch? Seit diesem Zeitpunkt drehte sich meine Stimmung um 180 Grad. Wie gut geht es uns hier? Uns fehlt es an nichts und dennoch sind wir ständig schlecht gelaunt. Dessen war ich mir natürlich schon vorher bewusst, aber wenn man sich die Situation, für unsere Verhältnisse wirklich sehr armer, aber dennoch so glücklicher und herzlicher Menschen vor Augen führt, fällt es einem wie Schuppen von den Augen.

Diese Reise hat mich nachhaltig verändert. Ich würde fast sagen am nachhaltigsten von allen Reisen, die ich bisher gemacht habe. Das hört sich jetzt sehr hochtrabend an, ist aber so. Reisen bereichert mich sehr und wir können so viel von anderen Menschen und Kulturen lernen. Hoffentlich bleibt uns dieser Reichtum, sei es kultureller oder menschlicher Art noch sehr lange erhalten.

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