Mein Why on my mind Suche nach dem Warum auf meinem Modeblog

On my Mind: Was ist mein „Why“

Überall wohin ich sehe und höre, geht es momentan um Selbstfindung und Selbstoptimierung. Was ist deine „Berufung“, dein „Why“, womit machst du einen Unterschied in der Welt. Es reicht nicht mehr, einfach einen Job zu haben, man möchte damit etwas erreichen, geben, erschaffen und am besten nebenbei auch noch sich selbst und den Sinn des Lebens finden. Ganz ehrlich: Was ist eigentlich los mit uns?!?!

Selbstzweifel auf Grund zu langem Grübelns

Ich werde im Moment von vielen Seiten so extrem mit diesem Thema konfrontiert, dass ich schon selbst angefangen habe zu zweifeln: Ist mein Job der „Richtige“, ist der Blog mein Traum, will ich mehr oder weniger YouTube machen, was macht das eigentlich für einen Sinn, was gebe ich der Welt und so weiter und so fort. HILFE! Geht es nur mir so oder werdet ihr bei all dem Selbstoptimierungswahnsinn um euch herum so langsam auch wahnsinnig?

Erst kürzlich habe ich euch in meinen liebsten Podcasts Laura Malina Seiler vorgestellt. Nicht, dass sie Schuld ist, an meiner Misere, aber zumindest einen gewissen Anteil daran hat sie. Oh je, ich hoffe sie liest das nicht am Ende und ist dann böse… Aber, ich finde man muss auch berechtigte Kritik platzieren können. Nicht nur sie, auch viele andere Coaches, Berater, Teamleiter, Medien uvm. sind gerade auf dem Selbstfindungstrip. Mein Freund meint ja, das passiert, „weil uns allen so langweilig ist“… 😀

Vielleicht hat er Recht. Wir alle haben so viel Zeit zum nachdenken wie keine Generation vor uns und vor allem – und das ist vielleicht viel entscheidender – so viele Optionen wie keine Generation vor uns.

Die Suche nach dem Why auf meinem Modeblog

So viele Möglichkeiten wie nie zuvor

Es fängt mit dem Schulabschluss an. Danach heißt es Studiumswahl oder Ausbildung, Bachelor oder Master, Ausland oder Deutschland, Job oder Reisen, zusammenziehen oder nicht, Heiraten ja oder nein, Kinder jetzt, nie oder später, usw. Über allem schwebt dann noch der Anspruch, „sein Ding“ zu finden. Seine Berufung. Am besten, sein Hobby zum Beruf zu machen.

Laura und viele andere Coaches sprechen vom „Higher Self“, deinem, „weswegen du hier bist“ oder einem Job nachgehst, deinem „Why“. Wenn man einmal anfängt darüber nachzudenken wird man verrückt. Zumindest ging bzw. geht es mir gerade so.

Denn, der Anspruch den man damit an sich, die anderen und sein ganzes Leben stellt, wird damit unerreichbar hoch. Ich bin mir ziemlich sicher, viele von euch üben einfach einen Job aus, um Geld zu verdienen. Das ist in meinen Augen auch völlig legitim. Fängt man allerdings an, das zu hinterfragen, bzw. den Sinn in diesem Job zu suchen, kommen vermutlich viele von euch zur der Erkenntnis, dass der „Sinn“ eher von geringerem Stellenwert ist. Alle sozialen Jobs nehme ich da jetzt mal aus.

Hinzu kommt, dass einem in der „modernen Welt“ häufig suggeriert wird, dass man 24/7 arbeiten muss, wenn man einen Job hat, der einem wirklich Spaß macht. Dann kann es doch nicht so schlimm sein, auch am Sonntag zu arbeiten, seine Mails zu checken und an neuen Ideen zu basteln. Um 22 Uhr noch kurz einen Instagram Post? Bitte, das ist doch völlig normal. Auch im Urlaub ständig online – why not.

Was ist mein Why auf meinem Modeblog

Warum zweifelt man?

Schon während ich diese Zeile schreibe, werde ich erneut ganz nervös, denn zwei Dinge habe ich nach SEHR langem überlegen festgestellt:

  1. Wenn man lange genug nachdenkt, erscheint einem vermutlich jeder Job sinnlos, nicht erfüllend, nicht nachhaltig für die Welt. Die Frage ist jedoch, muss das jeder Job sein und, möchte ich das überhaupt oder denke ich gerade nur darüber nach, weil es gefühlt alle tun?

2. Nur weil man nicht 24/7 arbeiten möchte oder physisch kann, heißt das nicht, dass man nicht für ein Thema brennt. Im Gegenteil: Um brennen zu können, sollte man nach Möglichkeit nicht ausbrennen.

Wie eine Flamme, die, um nicht auszugehen, ausreichend Sauerstoff braucht, geht es nämlich auch uns Menschen. Auch wir brauchen Sauerstoff um brennen und atmen zu können – und zwar Sauerstoff im Wahrsten Sinne des Wortes. Wie erfüllend ist es, einfach im Wald spazieren zu gehen. Alleine. Ohne Internet. Ohne irgendwelche Geräte. Ohne Ablenkung. Einfach nur zu sein.

Das heißt natürlich nicht, dass man sich, sein Leben und seine Ziele gelegentlich überdenken kann oder sollte. Es sollte jedoch nur aus einem selbst heraus geschehen. Nicht, weil man meint, es tun zu müssen, weil es gerade alle tun.

Wie sagt meine Freundin, selbst Coach, immer so schön: „Kein Coaching ohne Auftrag“. Sonst besteht nämlich die Gefahr, dass man beginnt, sich selbst zu coachen. Das kann sehr ungut enden, wenn niemand dabei ist und darauf achtet, dass dies achtsam geschieht.

Wenn ihr also kein Bedürfnis habt, etwas zu ändern und einfach glücklich und zufrieden oder vielleicht auch einfach „nur“ zufrieden seid, genießt es und lest lieber diesen Blog, anstatt irgendwelche Selbsthilfe-Ratgeber. 😉

 

 

Foto im Header von rawpixel via Unsplash
Fotos im Text von Rachel Pfutzner und Anna Sullivan via Unsplash

 

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