Shopping Fasten auf meinem Modeblog

Warum mein Shopping Fasten 2.0 gescheitert ist

Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen, mein Shopping Fasten 2.0 ist gescheitert… Anfangs war ich ein wenig enttäuscht, nicht „durchgehalten“ zu haben, aber dann habe ich mich gefragt, warum eigentlich?

Shopping Fasten 2.0

Da mein letztes Shopping Fasten, im vergangenen Jahr, so gut funktioniert hat, haben sich meine Freundin und ich vorgenommen, die Aktion dieses Jahr zu wiederholen. Guter Dinge gingen wir also „ans Werk“ oder besser nicht ans Werk, denn das Ziel war ja, einen Monat lang nichts zu kaufen.

Die ersten zwei Wochen ging das noch ganz gut, doch dann entdeckte ich, beim scrollen durch die Online Shops, eine Tasche, die ich schon seit letztem Jahr gesucht hatte. Ohne zögern landete sie im Warenkorb. Erst als die Bestätigung per Mail reinkam, fiel mir unser Projekt wieder ein …

Da war es eigentlich noch nicht zu spät, denn wir hatten abgemacht, dass ich Dinge bestellen „darf“, wenn ich sie wieder zurückschicke. Alles andere wäre für mich auch nicht umsetzbar, denn ich möchte hier und insbesondere auf YouTube nicht verzichten, auch die neuesten Trends auch Live und in Action zu präsentieren.

Fasten Shopping auf meinem Modeblog

Lustiger Weise, hatte ich jedoch gar kein schlechtes Gewissen und erwog nicht mal ansatzweise, die Tasche wieder zurück zu schicken. Ehrlich gesagt, hat mir diese Reaktion auf meinen Kauf gezeigt, dass ich diesmal nicht richtig überzeugt vom Shopping Fasten war. Ich glaube, ansonsten wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, irgendetwas zu kaufen.

Klar, auch im vergangenen Jahr, fiel es mir schwer „durchzuhalten“. Ich habe es aber dennoch gemacht. Dieses Mal hatte ich das Projekt sogar komplett vergessen, was mir zeigt, dass es nicht wichtig für mich war, denn sonst vergisst man so etwas nicht.

Selbst auferlegte Grenzen

Die einzige Sorge, die mich quälte war, den Kauf meiner Freundin zu beichten. Ihr gegenüber hatte ich ein schlechtes Gewissen, denn wir wollten den Monat ja gemeinsam durchziehen.

Dennoch habe ich mich irgendwann gefragt, ob ich noch richtig ticke. Warum erlegt man sich selbst solche Regeln auf? Warum zwingt man sich auf Dinge zu verzichten, die einem viel Freude bereiten, einem nicht schaden und, im Gegenteil, in meinem Fall, sogar Teil des Jobs sind.

Ehrlich gesagt fiel mir keine Antwort ein. Letztes Jahr hatte ich noch richtig Lust darauf, auszuprobieren, ob ich es schaffe und durchalte, was ich getan hatte. Ich habe zum damaligen Zeitpunkt wirklich sehr viel, um nicht zu sagen, zu viel gekauft.

Kolumne Shopping Fasten Modeblog

In diesem Jahr sieht das jedoch anders aus. Ich kaufe, vielleicht auch aufgrund des Shopping freien Monats, viel weniger und gezielter ein, was zur Folge hat, dass ich mich sehr viel mehr an den einzelnen Teilen erfreue. Außerdem kam die Idee, das Projekt noch mal zu starten nicht von mir selbst, ich war also nicht richtig intrinsisch motiviert. Eigentlich war allein aufgrund dessen von Anfang an klar, dass es diesmal nichts wird.

Ich habe dennoch sehr viel gelernt, bzw. mitgenommen. Under anderem, dass zu viele selbstauferlegte Grenzen nerven und das Leben zu kurz ist um ständig zu verzichten, oder sich zu zügeln.

Die Stärke des eigenen Willens

Außerdem finde ich es wieder einmal sehr spannend zu beobachten, wie viel der eigene Wille und insbesondere die eigene intrinsische Motivation ausmachen. Dir kann jemand 100 Mal sagen, tu dies und lass jenes, du wirst es nicht tun, und wenn auf jeden Fall wieder „rückfällig“ werden.

Mein Paradebeispiel hierfür ist mein Papa. Er hat allen Ernstes von heute auf morgen nach 45 Jahren (!!!) aufgehört zu rauchen. Anlass hierfür war eine schwere Grippe, nach deren Ende er die unsäglichen Glimmstängel einfach nicht mehr angerührt hat. Wie mega cool ist das denn bitte?

Mit zeigt es, dass man alles erreichen kann, was man wirklich will und im Gegenzug aber auch alles weiter tun sollte, was man wirklich will und was einem Freude bereitet

Ihr seht, ich komme dem „Je ne sais quoi“ immer näher, oder? 😉

Was sagt ihr zu selbstauferlegten Grenzen und dem Thema Fasten bzw. Verzichten?

  • Kommentare ( 3 )

  • avatar
    Julia

    Liebe Neele,
    erstmal Gratulation an deinen Papa! Das ist echt super!
    Ich denke, dass es sehr schwierig wird auf das Kaufen zu verzichten, wenn man sich sowieso ständig in den Shops rumtreibt, um für den Youtube-Kanal und den Blog zu recherchieren. Für andere kann so ein Verbot eine Lösung sein, um eben das zu erfahren, was du durch bewusstes Konsumieren beschreibst. Ein Verzicht führt dazu, sich freier zu fühlen, wenn das Shoppen mit negativen Gefühlen, wie z.B. einem schlechten Gewissen behaftet ist. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Freude immer kürzer anhält, je mehr man kauft und besitzt. Umgekehrt bedeutet es mehr Freude und Wertschätzung für die Dinge, je seltener man kauft.

    • avatar
      Neele Hofmann

      Das sage ich ihm! Bin auch ganz stolz 😉 Ja.. du sagst es… Wenn man sich den ganzen Tag mit dem Thema beschäftigt und demzufolge ständig neue Dinge sieht, wird es irgendwann echt schwierig… Aber wie gesagt, ist es schon viel weniger geworden und das ist ja auch schon was. Ganz liebe Grüße Neele

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