On my mind auf meinem Modeblog zum Thema Outfitwahl beim Jahreszeitenwechsel

On my mind: Wie die Wahl des Outfits die Stimmung beeinflusst

Jedes Mal wenn ein Jahreszeitenwechsel ins Haus steht bekomme ich kurz eine mittelschwere Kleiderschrankkrise. Auf einmal habe ich absolut NICHTS mehr anzuziehen, alles sieht unmöglich aus und nichts entspricht dem Bild, welches ich selbst von mir habe, bzw. nach außen transportieren möchten.

Herbst, Winter, Frühling, Sommer und wieder zurück

In diesem Jahr war es besonders schlimm, denn nach diesem traumhaften Sommer wurde es von heute auf morgen Herbst. Das Wetter änderte sich quasi über Nacht und mit ihm meine Stimmung. Normalerweise bin ich wirklich überhaupt nicht wetterfühlig, im Gegenteil, es nervt mich, wenn sich Leute non stop über das Wetter beschweren.

Diesmal war aber auch ich heillos überfordert. Die Überforderung galt jedoch nicht dem Wetter an  sich, sondern der Wahl meines Outfits. Ich stand morgens vorm Kleiderschrank und wusste absolut nicht, was ich anziehen soll. Gedanklich hatte ich am Vorabend nämlich schon zusammengestellt, was ich am nächsten tragen würde, ein Kälteeinbruch nachte mir dann einen Strich durch die Rechnung.

ich muss dazu sagen, dass wir an diesem Tag auf einem Sektempfang einer Hochzeit eingeladen waren. Keine große Sache, aber einigermaßen schick möchte man dort ja doch auftauchen. Ich verbrachte an meinem heiligen, freien Samstag also über eine Stunde damit mich, ungelogen 20 Mal umzuziehen.

Die Sache wurde noch dadurch erschwert, dass ich dieses Jahr meine komplette Herbst und Wintergarderobe auf unserem Speicher verstaut habe. Nachdem in der vergangenen Woche noch Temperaturen von über 25 Grad angekündigt waren, hatte ich nicht im Traum daran gedacht, die Wintersachen schon einmal runter zu holen.

On my Mind auf meinem Modeblog zum Thema Wohlfühlen im eigenen OutfitDann mischt sich auch noch der Mann ein…

Ach ja und dann gibt es noch eine Sache, die man in solchen Momenten am allerwenigsten gebrauchen kann: Einen Freund der einen zusätzlich verrückt macht und anmotzt wie komplett gestört und krank man sei und dass man so etwas ja noch bei keinem anderen Menschen (besser gesagt Frau) erlebt habe.

Daraufhin habe ich dann versucht ihm, mit meinen letzten, noch vorhandenen Kräften zu erklären, dass man sich, bevor man das Haus verlässt, in einem Outfit zu 100 % wohl fühlen möchten. Zugegeben, an manchen Tagen mehr an anderen weniger. Dieser Tag war aber auf jeden Fall ein „Mehr-Tag“. Hormonolle Einflüsse mögen hier bei Frauen eine nicht unbedeutende Rolle spielen, dazu jedoch an anderer Stelle mehr.

Man möchte „man selbst sein“, nach Innen und nach Außen. In den Spiegel schauen und denken – Ja! Genau so und nicht anders! – Und nicht schon beim zuschließen der Türe zu 100 % sicher sein, dass man den ganzen Tag an sich rumzuppeln wird, niemanden treffen möchte und sich am liebsten, entgegen ALLER hehren Vorsätze, in den nächsten Fast Fashion Laden stürzen würde, um sich IRGENDetwas anderes zu kaufen…

Hat er alles nicht verstanden.

Man möchte sich doch nur wohlfühlen

Dabei wusste doch schon Gottfried Keller, dass „Kleider Leute machen“. Ich würde noch weiter gehen und behaupten „Kleider machen Stimmung“. Genau das ist es, was mich nach wie vor an Mode so begeistert. Jeder kann hierüber ausdrücken wer er ist, sein möchte, nciht sein möchte oder frü was es steht. Denn egal was man anhat, eine Wikung hat das man trägt immer. Ob man will oder nicht.

Ich wollte an diesem Tag wie folgt wirken: Es ist der erste kühle Herbsttag, ich habe mich in wunderschöne, warme Herbstfarben gehüllt, ein weicher, schokobrauner Pullover, eine bequeme Jeans, schicke Schühchen (Stichwort Sektempfang) und eine warme aber nicht zu warme, coole, stilsichere und moderne Jacke übergeworfen.

Die Realität hingegen sah dann so aus: Ich stand zitternd vorm Rathaus, hatte keine Socken an, denn es mussten ja unbedingt die Gucci Loafer sein. Des weiteren musste ich mir, von einem Freund von Chris, eine mittelblaue Sweatjacke mit Kapuze leihen (vielen Dank noch einmal an dieser Stelle, ich wäre ansonsten sicher erfroren) und mir Chris Schal so dick um den Hals wickeln, dass man mich fast nicht mehr gesehen hätte. Die Jacke trug ich übrigens über meinem viel zu dünnen Trenchcoat, darunter hätte sie nicht gepasst.

Kurz gesagt, ich sah aus, als käme ich von einer Bad Taste Party (nichts gegen die Jacke und den Schal, wie gesagt 1000 Dank, aber die Kombi war dann doch sehr wild).

Und was lernen wir aus der Geschichte? Drei Dinge, die ich seitdem „reflektiert“ habe:

  1. Es gibt sie, diese Momente, da trifft einfach nichts aus dem eigenen Schrank das Bild, welches man selbst an diesem Tag von sich hat. Was dann hilft: Der gute alte All-Black-Look. Der geht immer, steht jedem und jeder hat schwarze Teile im Schrank. Und den Sommer: All White.
  2. Lass euch von euren Partnern oder sonst wem nicht einreden, ihr wärt anders als andere. Seid ihr nicht, das wisst ihr. Und selbst wenn, wie cool ist das denn?
  3. Auch wenn es noch warm ist und den Anschein erweckt der Sommer bleibt für immer: Lieber in Ruhe schon mal die Wintersachen herauskruschteln, als am Ende in Panik zu verfallen.

Ein extra Tipp: Atmen und Ruhe bewahren, übe ich gerade und werde immer besser. 😉

In diesem Sinne: Einen gemütlichen Herbst, in hoffentlich immer sehr stimmigen Outfits euch allen!

 

Foto im Header: Photo by Dan Gold on Unsplash

Foto im Text: Photo by Andrej Lišakov on Unsplash

 

 

  • Kommentare ( 0 )

  • Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.

TOP

Mein neues Video

Ich bin gespannt, wie es dir gefällt? Meine Modetrends 2018 für den Herbst und Winter...