Meine Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag auf meinem Modeblog

10 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

„Bei 5 Grad droht das Ende der Menschheit“. Dieser Satz, aus dem Spiegel Artikel „Klimawandel: Die Katastrophe hätte verhindert werden können„, hat mich sehr schockiert und nachdenklich gemacht. Zwar weiß jedes Kind, dass der Klimawandel immer weiter voranschreitet, obgleich es auf dieser Welt allen Ernstes Machthaber gibt, die dies bezweifeln, aber dass die Lage so gravierend ist war mir nicht bewusst.

Können wir überhaupt etwas tun?

In Gesprächen über den Klimawandel, die Armut auf der Welt oder fairere Produktionsbedingungen, wird häufig die Keule ausgepackt und behauptet, der Einzelne könne nichts tun. Viele Menschen sind der Meinung, ob sie nun etwas ändern oder keiner mache keinen Unterschied. Das Problem hierbei ist jedoch: Wenn keiner anfängt ändert sich wirklich nichts. JEDER kann und sollte etwas tun. Wir alle sind dafür verantwortlich, wie es mit unserer Welt weitergeht. Klar, Regierungen, Konzerne und Organisationen wären eigentlich diejenigen die SCHLEUNIGST handeln müssten. Da dies aber scheinbar nicht oder in viel zu geringem Maße geschieht, müssen wir versuchen unseren Teil beizutragen.

Jeder der behauptet, er könne in seinem Alltag nichts bewegen hat sich vermutlich noch nie Gedanken darüber gemacht, wie einfach es ist, kleine Dinge zu verändern. Teilweise ein wenig unbequem, aber möglich. Schon kleine Veränderungen unserer Gewohnheiten können im Kleinen viel bewegen. Es ist nämlich viel einfacher freiwillig etwa zu ändern, als gezwungener Maßen. Wenn wir nicht aufpassen, ist das nämlich bald soweit. Die Ernteausfälle des Hitze-Sommers, den ich zugegebener Weise sehr genossen haben, werden uns das vermutlich vor Augen führen.

Nachhaltigkeit Tipps für den Alltag auf meinem Modeblog

Vielleicht wachen „die Großen“ ja auch noch auf, bevor hier der letzte das Licht ausmacht. Oder sollte ich besser sagen, bevor der Letzte im unerbärmlichen, grellen Licht der Sonne vertrocknet ist…

Das können wir tun

Mir ist an dieser Stelle ganz wichtig zu betonen, dass ich kein Moralapostel sein möchte. Das steht mir auch überhaupt nicht zu. Keiner ist perfekt, keiner kann und muss alles ändern. Für viele Menschen ist es schlicht eine Kostenfrage. Denn klar, Bio ist teurer als Konventionell. Es gibt aber auch viele Dinge, die nichts kosten oder günstiger sind. Ich kann euch nur aus eigener Erfahrung sagen, wie schön es ist, wenn man erst einmal anfängt. Plötzlich ist es ganz selbstverständlich und immer mehr Dinge kommen hinzu.

Falls ihr auch Lust habt, ein wenig dazu beizutragen, dass wir vielleicht doch noch das Schlimmste verhindern können, hier meine 10 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag:

  1. Weniger Verpackungsmüll: Ich habe mir angewöhnt, immer wenn ich einkaufen gehe, Tupper Dosen und Tüten mitzunehmen. Das spart schon einmal eine Menge Müll.
  2. Nur ökologische Wasch- und Putzmittel: Die gibt es schon für kleines Geld bei dm & Co. Noch besser: Mit Essig oder Natron reinigen. Funktioniert super und kostet außerdem am wenigsten.
  3. Naturkosmetik kaufen: 85% meiner Kosmetikprodukte sind Naturkosmetik. Je weniger Chemie in unser Abwasser gerät umso besser. Außerdem sind die Verpackungen und die Produktion nachhaltig. Anders als bei konventioneller Kosmetik.
  4. Bio kaufen: Ich weiß, das ist um einiges teurer als konventionelle Lebensmittel. Ich verzichte aber lieber auf andere Dinge und weiß dafür was ich auf dem Teller habe. Für Bio-Lebensmittel wird weniger gespritzt, die Produzenten werden fairer entlohnt und die Tiere weniger gequält. Wer nicht alles Bio kaufen kann, kann zum Beispiel bei besonders „kritischen“ Produkten wie Fleisch darauf achten.
  5. Öko-Strom: Teilweise umstritten, wir sind dennoch vor Jahren umgestiegen.
  6. Kein eigenes Auto: Wir fahren beide Fahrrad, wenn wir ein Auto brauchen, nutzen wir Car-Sharing. Ich finde es ist Wahnsinn, wie viele Autos täglich nur wenige Minuten genutzt werden und den Rest des Tages auf irgendwelchen Parkplätzen stehen. Aber wie gesagt, das ist nur meine Meinung. 😉 Außerdem ist der Abrieb der Reifen auf den Straßen ein riesiger Mikroplastik Verursacher. Die Partikel geraten dann über die Kanalisation ins Wasser…
  7. Generell weniger kaufen: Das versuche ich, wie ihr wisst, seit langem und es gelingt mir immer besser. Mein Freund bekommt schon Angst, weil ich so wenig shoppe. 😉
  8. Wenn Mode, dann Fair: Für mich, als Modebloggerin, sehr dünnes Eis, ich weiß. Dennoch versuche ich, wann immer es geht, Fair Fashion zu kaufen; oder auf Flohmärkten und Second Hand zu kaufen. Wie ihr wisst, bin ich aber noch lange nicht raus aus dem Fast Fashion Wahnsinn. Aber es wird immer besser.
  9. Wasser sparen: Wenn ich darüber nachdenke, dass nach wie vor manche Menschen beim Zähne putzen das Wasser laufen lassen, bekomme ich einen Schreikrampf. Ich habe noch nie verstanden, was das soll. Kann mir das jemand erklären? Generell versuche ich, wo immer es geht Wasser zu sparen. Vor allem warmes Wasser. Also besser Duschen als Baden. Ab und zu ein Vollbad, ist aber natürlich sehr gemütlich. Wie gesagt, komplett den Spaß verderben lassen sollten wir uns (noch) nicht.
  10. Regional und Saisonal: Ein altbekannter Spruch, der sich allerdings bewährt hat. Wenn man regional und saisonal kauft, spart man nicht nur Geld, sondern entlastet die Umwelt und hat außerdem auch gesundheitlich etwas davon. Je später Obst und Gemüse geerntet wird, desto höher ist der Vitamin- und Mineraliengehalt. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten also.

Ich könnte noch lange so weitermachen, für heute möchte ich es allerdings bei diesen 10 Tipps belassen. Mich interessiert nämlich wirklich sehr, wie ihr zu diesem Thema steht und welche Tipps ihr habt.

Ich freue mich auf eure Tipps und euer Feedback!

 

 

Foto im Header Sarah Dorweiler via Unsplash
Foto im Text Alex Loup via Unsplash
  • Kommentare ( 7 )

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    Aleks

    Eine Fashion-Bloggerin, die zwei mal den selben Jumpsuit online bestellt, um ihn auf jeden jeden Fall am Ende zu haben, schreibt Tipps zum nachhaltigen Leben?

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      Neele Hofmann

      Ja klar! Warum nicht? Wie gesagt, jeder sollte das tun, was er kann. Wenn das jeder machen würde, wären wir schon einen großen Schritt weiter. Keiner ist perfekt, zum Glück. Denn das wäre ganz schön langweilig. Liebe Grüße Neele

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    Annabelle

    Vielen Dank für die Tipps, Neele. Ich sehe es wie du: Wir müssen irgendwie anfangen. Und besser mit kleinen Dingen, als gar nicht. Deshalb bitte weiter so!!!

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      Neele Hofmann

      Danke für deinen Kommentar! Genau, ein Anfang ist getan 🙂 Liebe Grüße Neele

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    Kat Mü

    Schöner Beitrag Neele!
    Ich gebe mir auch schon länger Mühe, den einen oder anderen Deiner Tipps umzusetzen. Sehe es dabei wie Du, nicht 100%, sondern regelmäßig.

    Schade, dass wenige Konzernfürungskräfte solche Gedanken in sich tragen. Wenn ich z.B. das aktuelle Geschehen am Hambacher Forst sehe, graut es mir …

    Viele Grüße
    Kat

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      Neele Hofmann

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Oh ja, wenn ich mir das anschaue graut es mir auch… Wie gesagt, es ist so schlimm, dass die „Großen“ nichts unternehmen und einfach zusehen, wie alles immer mehr zerstört wird… umso wichtiger, dass wir versuchen so viel wie möglich umzusetzen… Lieber wenig als gar nichts. Viele Grüße zurück und eine schöne Woche, Neele

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    Oma Käthe

    Liebe Neele,

    ich möchte Dich nicht persönlich angreifen, aber diese „Tipps“ sind nicht mehr als ein heuchlerischer, öffentlicher Ablassbrief für Dein eigenes Gewissen, der Dein exzessives „Haben muss“ Verhalten rechtfertigt. Eine einfache Rechnung: Im Jahr 1900 haben weniger als 2 Mrd. Menschen bei Kerzenlicht Kartoffeln aus eigenem Anbau gegessen und saßen auf Stühlen aus Ur-Opa’s Erbe. Im Jahr 2018 leben weit über 7 Mrd. Menschen in zum großen Teil hochindustralisierten, kapitalistischen Verhältnissen. Kann da eine Tupperdose noch ernsthaft etwas bewirken? Dein „Wir müssen klein anfangen“ mit deiner Tupperdosentaktik ist lobenswert, wird die Erde aber nicht retten. „Anfangen“ impliziert, dass es auch ein „Weitermachen“ gibt. Weitermachen würde bedeuten, Du müsstest auf Dinge verzichten, auf die Du wahrscheinlich nicht verzichten kannst. Und diese Tipps würden sich in Deinem Blog wahrscheinlich nicht so positiv auswirken. Weil es krass klingt, es niemand Deiner Zielgruppe lesen will und alle weiterhin glauben möchten, gut zu sein, während „die Anderen / die Großen“ die Erde zerstören.

    Möglichkeiten für ein „Weitermachen“:
    – Brauche ich wirklich 15 Korbtaschen?
    – Kann ich ein Kleid auch länger wie eine Saison anziehen?
    – Kann ich das mehr wie drei mal anziehen?
    – Brauche ich das, oder liegt es nur im Schrank?
    – Muss ich Trends folgen?
    – Brauch ich das wirklich? Wenn ja, brauche ich es schon morgen? Will ich es auch wirklich behalten oder muss ich es evtl. zurücksenden?
    – Kann ich Socken stopfen, wenn sie ein Loch haben?
    – Kann ich auf den Online-Handel verzichten?
    – Kann ich ein Smartphone auch 10 Jahre benutzen, bevor ich es wegwerfe?
    – Brauche ich überhaupt ein Smartphone?
    – Möchte ich mehr wie zwei Kinder in die Welt setzen? Wäre eine staatliche Geburtenkontrolle OK für mich?
    – Kann ich mich abends regelmäßig ohne Strom begügnen? Auch wenn er als Öko deklariert ist?
    – Reicht es, wenn ich alle drei Tage dusche? Und wäre es in Ordnung, wenn nur kaltes Wasser käme?
    – Brauche ich ein Fahrrad mit Motor?
    – Brauche ich ein Auto? Oder gar einen SUV? Wenn ich selbst kein Auto brauche, kann ich auch darauf verzichten, dass andere für mich ein Auto (oder gar einen LKW) für mich benötigen?
    – Kann ich auf Benzin verzichten? Wenn nein, wäre ich bereit, 4,00 € pro Liter zu bezahlen?
    – Wenn etwas kaputt ist, kann ich es reparieren?
    – Schaffe ich es, meinen Hunger nach Bio überwiegend aus dem eigenen Garten zu stillen? Wenn nein, brauche ich wirklich Bio aus Holland?
    – Kann ich auf Fleisch verzichten? Wenn nein, bin ich bereit, den vierfachen Preis dafür zu bezahlen?
    – Reicht es mir, Urlaub im Nachbardorf zu machen?
    – Brauche ich Möbel von IKEA? Oder kann ich Holz selbst schlagen und mir das selbst bauen?
    – Brauche ich einen Kühlschrank?
    – Brauche ich einen Fernseher?
    – Muss ich zum Shoppen nach Ibiza fliegen?
    – Brauche ich überhaupt eine Waschmaschine? Oder kann ich das nicht auch mit dem Waschbrett machen?
    – Brauche ich Antibiotika? Brauche ich überhaupt Medizin?
    – Brauche ich Fortschritt? Bin ich gar bereit für Rückschritt? Auch an Stellen, welche mich selbst und nicht nur andere betreffen?
    – …

    In Deinem Artikel machst Du exakt das, was alle tun. Und das in Deiner Rolle als marketinggesteuerter Influencer für eine komsumierende Zielgruppe ganz stolz und öffentlich. Um Dich selbst besser zu fühlen zeigst Du mit dem Finger auf andere –> „Die Großen“. Die machen ja eigentlich genau das, was Otto Normal vom Markt fordert. Und das ist in einer kapitalistischen Wegwerfgesellschaft die Produktion von möglichst viel zu möglichst günstigen Preisen. Und hier bist Du gut vorne mit dabei. Du bist Kapitalismus in seiner Reinstform (ich im übrigen auch. Wir alle in DE).

    Es ehrt dich, dass Du Deine Wege gefunden hast und einen klitzekleinen Teil dazu beiträgst, die Welt zu verbessern. Auch ich trage meinen Teil dazu bei. Wir alle tun das ja irgendwie. Ist ja derzeit auch Trend. Das ist auch nicht mein Punkt und meine Kritik. Du solltest Dir aber eingestehen, dass Du, wie wir allesamt (mir inklusive), Umweltsäue sind. Der eine mehr, der andere weniger. Aber beide Umweltsau genug, um Bestandteil der Zerstörung zu sein. Daran gibt es nichts zu rütteln. Auch nicht durch Ablassbriefe, welche dann auch noch als stolze, freudige Nachricht in Form von Tipps in die Welt hinausposaunt werden.

    Meine zusätzlichen Tipps an dieser Stelle wäre daher:
    11. Aufhören mit der Heuchelei / Selbstbelorbeerung
    12. Kritisch hinterfragen, ob die Sätze „Jeder kann einen KLEINEN Teil beitragen“ sowie „Muss jeder für sich selbst entscheiden“ zielführend sind, wirklich etwas zu bewirken oder nur das eigene Gewissen beruhigen sollen. Falls letzteres –> Punkt 11.
    13. Kritisch hinterfragen, ob ich bereit wäre, den Schritt zwischen „Anfangen“ und „Weitermachen“ zu gehen. Falls nein –> Punkt 11.
    14. Erkennen, dass wir ALLE im gleichen Boot sitzen und ALLE die Erde zerstören. Mit dieser Erkenntnis wären wir mal einen Schritt weiter. Aufhören, die „Großen“ dafür verantwortlich zu machen und sich selbst zur Grupperierung der „Guten“ zuzuordnen, weil man in seiner eigenen Umweltbilanz nur die HABEN-Seite sieht, während die SOLL-Seite ignoriert wird = Eingeständnis, dass man Bestandteil der Zerstörung ist. Eingestehen, dass es (zumindest in den Industrienationen) nur eine Gruppering gibt, der wir alle angehören –> die „Bösen“. Dieses Eingeständnis wäre hart, aber fair (falls dieses Eingeständnis zu hart wäre –> Punkt 11.)

    P.S.: Ganz so schwarz ist die Welt nicht. In der Gruppierung der „Bösen“ gibt es zumindest schon mal zwei Untergruppierungen:
    1. Die „Bösen“, welche einfach nur böse sind
    2. Die „Bösen“, welche zumindest ein paar Tupperschüsseln haben
    😉

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